Weihnachtszeit = Familienzeit

Die viel zu kurze Adventszeit ist rasend schnell vergangen, auch wegen der Vorbereitungen auf meine Kandidatur zur Bürgermeisterin von Stockelsdorf. Nun ist endlich der Heilige Abend gekommen. Der Baum ist geschmückt. die Geschenke verpackt, alle Weihnachtskarten verschickt.

Am Nachmittag bereiten Olli und ich das festliche Abendessen vor. Rotkohl muss geschnippelt, die Sauce vorbereitet werden. Olli unterstützt mich beim Hirschbraten, den wir noch am Sonnabend beim Jäger abgeholt haben. Bald durchzieht leckerer Bratenduft das ganze Haus.

Mein Bruder Till aus Darmstadt ist mit seiner Familie da. Mein kleiner Bruder kommt abends aus Hamburg. So wird dieses Weihnachtsfest ein richtig schönes Familientreffen. Die Kinder können die Spannung kaum mehr erwarten, toben mit ihrem Cousin durchs Haus. So vergeht die Zeit am schnellsten.

Ein Teil der Familie fährt noch ins Krankenhaus, dem Uropa geht es nicht gut. Das traditionelle Weihnachtskaffeetrinken mit der ganzen Familie bei meiner Schwiegermutter ist deshalb kleiner und später als sonst.

Dann ist es endlich soweit. Die Kerzen am Tannenbaum werden angezündet. Unzählige Päckchen und Pakete warten auf ihre Empfänger. Leuchtende Kinderaugen unter dem Tannenbaum gehören auch dazu. Gemeinsam singen wir „Stille Nacht“ und „In der Weihnachtsbäckerei“. Meine kleine Nichte erlebt heute ihr erstes Weihnachten und ist ganz ehrfürchtig. Beim Auspacken hilft sie auch schon ganz gut mit.

Ich bin froh, dass wir alle zusammen sind: mein Mann, meine Kinder, meine Eltern und meine Brüder mit ihren Familien. Bei leckerem Essen und einen guten Schluck  haben wir uns viel zu erzählen. Nach dem Essen sitzen wir alle in harmonischer Runde zusammen. Die Anspannung ist nicht nur bei den Kindern abgefallen. Jetzt lärmt nur noch der ferngesteuerte LKW.