Treffen mit dem DRK

Heute Abend bin ich beim Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes  in Stockelsdorf eingeladen. Um 19.30 Uhr erwarten mich schon der erste Vorsitzende Björn Lüth, Christine Lehmann, die 2. Vorsitzende und Vereinsärztin, Lucas Fischer vom Jugendrotkreuz, Helmut Betsch vom Arbeitskreis Willkommenskultur für Flüchtlinge im DRK Stockelsdorf  und Andreas Giese, der stellvertretende Leiter Bereitschaft und Beisitzer.

Nachdem wir uns gegenseitig vorgestellt haben, berichten die Anwesenden von ihrer Arbeit. Mit etwa 640 Mitgliedern ist der Ortsverein Stockelsdorf der Größte in Ostholstein.

Lucas Fischer ist schon lange beim Jugendrotkreuz. Die Gruppe hat derzeit 14 Mitglieder, davon sind drei Gruppenleiter. Eine Teilnahme ist schon ab 6 Jahren möglich. Das Jugendrotkreuz macht jährliche Gruppenfahrten, bildet aber auch Schulsanitäter aus und stellt diese an den örtlichen Schulen. Durch die Mitgliedschaft und die Ausbildung im DRK haben die jungen Sanitäter natürlich vielfach schon erweiterte Kenntnisse. Erste-Hilfe wird durch das Jugendrotkreuz durch Aktionen wie: „Teddy braucht Hilfe“ auch schon im Kindergarten vermittelt.

Der Ortsverein Stockelsdorf bildet nicht nur Sanitäter aus und stellt diese bei den verschiedensten öffentlichen Einsätzen, sondern hat sich insbesondere der Betreuung verschrieben. So versorgen die Helfer mit ihrer Truppe etwa die Feuerwehr bei langen Einsätzen oder unterstützen bei großen Übungen. Die Feldküche ist gut ausgestattet und im Ernstfall in der Lage, in kurzer Zeit die Verpflegung für einige hundert Menschen zu gewährleisten. Um die Feuerwehr optimal unterstützen zu können wurden die aktiven DRK Helfer von der Gemeinde mit Piepern ausgestattet.

Der Arbeitskreis Willkommenskultur Stockelsdorf wurde 2014 gegründet und ist im DRK angesiedelt. Die Helfer unterstützen die Geflüchteten bei Behördengängen, der Wohnungssuche und beim Erlernen der deutschen Sprache. Für die Gemeinde sind diese ehrenamtlichen Helfer eine große Unterstützung bei der Flüchtlingsarbeit.

Das Rote Kreuz in Stockelsdorf nimmt auch regelmäßig am Stockelsdorfer Weihnachtsdorf teil und stellt dort nicht nur die Sanitäter, sondern verkauft auch selbstgebackene Plätzchen zu Gunsten des Ortsvereins, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Die Zutaten dafür werden vom örtlichen Einzelhandel gespendet.

Zum Schluss führt mich Herr Lüth mit seinen Vorstandskollegen noch durch das großzügige Gebäude, dass zum Teil in Eigenleistung gebaut und finanziert wurde. Neben der Garage/Geräteraum ist ein großzügiger Gruppenraum angesiedelt. Unter dem Dach dagegen ist das eigene Reich des Jugendrotkreuzes.

Ich bin wieder einmal schwer beeindruckt von so viel ehrenamtlichem Engagement. Mir ist deutlich geworden, in welcher Schlüsselfunktion das Deutsche Rote Kreuz in Stockelsdorf nicht nur das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde unterstützt sondern auch die enge Zusammenarbeit mit dem Rathaus für die Gemeinschaft in Stockelsdorf unerlässlich ist.