Treffen mit dem Bürgervorsteher Werner

Heute treffe ich Harald Werner, den Bürgervorsteher. Kurz vor 15 Uhr schließt Herr Werner uns die Tür zum Rathaus auf. Im alten Sitzungszimmer neben dem Büro der Bürgermeisterin ist schon Kaffee für uns vorbereitet.

Herr Werner berichtet mir von seiner Arbeit als Bürgervorsteher. Er hat dieses Jahr sein Amt  seit 20 Jahren inne, genauso lange, wie Frau Rahlf-Beermann Bürgermeisterin ist. In dieser langen Zeit sei ein sehr enges und vertrauensvolles Arbeitsverhältnis entstanden.

Da sich Bürgermeristerin und Bürgervorsteher nach der Gemeindeordnung die repräsentativen Aufgaben in der Gemeinde teilen, machen feste Absprachen Sinn. Alle Absprachen – insbesondere zur Teilung der repräsentativen Aufgaben für Stockelsdorf – seien sehr harmonisch und effektiv.

So habe man eine gut funktionierende Aufgabenteilung eingeführt. Frau Rahlf-Beermann pflegt den Kontakt zu den Feuerwehren und Herr Werner ist für die  kirchliche Jubiläen zuständig. Am Volkstrauertag beispielsweise wechsele man sich jedoch ab. Zu seinen repräsentativen Aufgaben gehört auch der Besuch bei Jubilaren an Geburtstagen und zu Ehrenhochzeiten.

Der Bürgervorsteher betont, wie gut das Verhältnis zwischen den Fraktion in Stockelsdorf ist und dass es ihm unabhängig davon, wer nun zur Bürgermeisterin oder zum Bürgermeister gewählt würde, auf eine gute Zusammenarbeit ankommt.

Wir sprechen über meinen Umzug nach Stockelsdorf, der im Falle meiner Wahl zur Bürgermeisterin ansteht, und Herr Werner erzählt, dass es in der Vergangenheit sogar eine Bürgermeisterdienstwohnung gab, das Haus aber irgendwann verkauft wurde.

Herr Werner berichtet über die Städtepartnerschaften zu LePortel und Okonek und den regen Austausch zwischen diesen beiden Städten und Stockelsdorf. Im Jahr 2017 – zum 15jährigen Jubiläum der Partnerschaft mit LePortel – war eine Abordnung der Gemeinde zusammen mit einer Schülergruppe in Frankreich.

Nach einer guten dreiviertel Stunde neigt sich unser Gespräch dem Ende zu.  Beim Verlassen des Rathauses betrachten wir die Luftbilder der Dorfschaften, die im Flur hängen. Dabei fällt uns ein Flyer der „Praxis ohne Grenzen Stockelsdorf“ in die Hände, die Herr Werner mit aufgebaut hat. Dort werde ich ihn sicher auch noch besuchen.

Herr Werner zeigt mir noch den großen Sitzungssaal im Neubau, ein wirklicher schöner Raum mit großen Glasfronten. Im Erdgeschoss des Neubaus befindet sich die Polizeistation von Stockelsdorf. Mit der räumlichen Nähe zwischen Rathaus und Polizei ist man durchaus auch strategischen Überlegungen gefolgt. Man habe mit der neuen Wache auch ein Stück weit die Sicherheit, die Polizei in Stodo zu halten, berichtet Herr Werner.

Das aufschlussreiche Gespräch mit dem Bürgervorsteher hat mir gezeigt, wie sehr Herrn Werner das Wohlergehen der Gemeinde am Herzen liegt. Mir wird deutlich, welch persönliches Engagement und zeitlicher Aufwand notwendig ist, um dieses wichtige Ehrenamt kompetent auszufüllen.