Neujahrstreffen in Arfrade

Für heute hat mich Michael Dücker – der Dorfvorsteher von Arfrade – zum Neujahrstreffen ins Feuerwehrgerätehaus im schönen Arfrade eingeladen. Olli und die Kinder begleiten mich zu diesem Termin für die ganze Familie. Bei unserer Ankunft duftet es schon nach Punsch und leckeren Waffeln sowie frischen Schmalzbroten.

Herr Dücker begrüßt uns freundlich und stellt uns seine Stellvertreterin  Katrin Flick vor. Auch Wehrführer Bernd Schmeichel und sein Stellvertreter Wolfgang Steen sind schon da. 17 Kameradinnen und Kameraden sind in Arfrade bei der Feuerwehr aktiv und leisten so einen wichtigen Beitrag für unser aller Sicherheit.

Im Rahmen dieses dörflichen Neujahrstreffens bekommen die Bewerber um das Bürgermeisteramt die Gelegenheit, sich kurz vorzustellen. Ich stelle in meiner kleinen Ansprache noch einmal heraus, wie wichtig es mir ist, für alle Bürgerinnen und Bürger dazu sein, dass Kommunalpolitik konkretes Handeln für die Gemeinde bedeutet und daher keine Parteienideologie verträgt. Dafür ernte ich zustimmendes Nicken.

Ich spüre sehr deutlich, dass die Arfrader eine gute und harmonische Dorfgemeinschaft pflegen. Sicherlich ist das auch darauf zurückzuführen, dass der Dorfvorstand und die Feuerwehr dieses gute nachbarliche Verhältnis auch durch die Organisation von schönen Festen und anderen Aktivtäten verstärken. So veranstaltet die Feuerwehr regelmäßig Sport im Gemeinschaftshaus. Der Dorfvorstand organisiert eine bunte Reihe von Festen wie dieses Neujahrstreffen, das Sommerfest, Laternenumzüge und den Erntedank.

Als Wermutstropfen in dieser Dorfidylle bemerke ich die Unzufriedenheit mit dem starken überörtlichen Verkehrsaufkommen auf der zur Dorfschaft gehörenden Dorfstraße. Darunter leidet auf die Dauer auch die Qualität der Straßen.

Windenergie war in den letzten Jahren ein heißes Thema. Obwohl es so scheint, als würden auf Stockelsdorfer Boden in den nächsten Jahren keine neuen Windparks entstehen, leiden einige Arfrader am Rande des Ortes unter dem bestehenden Park in Obernwohlde Dissau.

Alles in allem merkt man den Arfradern jedoch an, wie sehr sie ihre schöne Dorfschaft lieben und das ruhige Landleben genießen. Das kann ich gut nachvollziehen. Ich freue mich auch immer, wenn ich abends aus der lauten Stadt ins ruhige Prisdorf komme. Meine Gesprächspartner betonen alle, wie besonders schön Arfrade im Frühling und Sommer ist, wenn die Schneeglöckchen, Narzissen und Krokusse blühen. So werde bestimmt bald wieder kommen – ins lebenswerte Arfrade.