Neujahrsempfang

Heute früh machen Olli und ich uns auf den Weg zum Neujahrsempfang nach Stockelsdorf. Das Wetter ist schön, so macht die Fahrt nach Stockelsdorf Spaß. Um viertel vor Elf erreichen wir den Lübecker Hof. Wir haben Mühe, Platz für unsere Mäntel zu finden, so groß ist das Interesse der Bürger, an dieser traditionellen Begrüßung des neuen Jahres teilzunehmen.

Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann, Bürgervorsteher Harald Werner sowie Frau Scheel und Herr Jeschull von der Interessengemeinschaft Stockelsdorfer Unternehmer (IGSU) begrüßen alle Gäste persönlich. Auch wir wechseln ein paar Worte der Begrüßung und drängen uns mit den anderen Gästen in den vollen Saal, begrüßen Bekannte und stellen uns den Bürgerinnen und Bürgern vor.

Herr Werner würdigt im ersten Teil seiner Rede die Verdienste von Frau Rahlf-Behrmann. In seinem Jahresrückblick gibt er einen Überblick über die wichtigsten Projekte in Stockelsdorf: Turbointernet in den Dorfschaften, die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge, das neueste Baugebiet, die Investitionen im Bildungs- und Betreuungsbereich, wie auch die hervorragende Haushaltslage sind die Themen seiner Ansprache.

Herr Jeschull spricht über die wirtschaftliche Entwicklung in Stockelsdorf und widmet sich in seinem Vortrag dem digitalen Wandel und der künstlichen Intelligenz. So gibt er uns ungewöhnliche Einblicke und neue Perspektiven in Themen, die uns alle in Zukunft noch stärker betreffen werden, wenn Computer uns mehr und mehr Arbeit ab-, aber möglicherweise auch wegnehmen.

Als die Bürgermeisterin an das Mikrofon tritt, warten alle gespannt auf Ihre Worte. Sie bedankt sich bei ihren Bürgern für die Möglichkeit, das schöne Amt der Bürgermeisterin auszuüben und spricht bewegende Worte über die ereignisreichen und spannenden Jahre als Bürgermeisterin.

Nach dankbarem Applaus aller Anwesenden hat die Bürgermeisterin dann noch eine Überraschung parat: Florian Küster, ein junger Liedermacher aus Bad Schwartau hat einen bewegenden Abschiedssong geschrieben, mit der Frau Rahlf-Behrmann ihren Stockelsdorferinnen und Stockelsdorfern noch mal: „Danke“, sagt. Das Lied soll übrigens bald auf der Homepage der Gemeinde zu hören sein.

Nun beginnt der inoffizielle Teil des Neujahrsempfangs mit abwechslungsreichen, spannenden, interessanten und auch anrührenden Gesprächen. Dabei lerne ich viele Stockelsdorferinnen und Stockelsdorfer kennen – und sie mich. Alle sind sehr neugierig und interessiert an unserem Leben, an unserer Familie und meiner Bewerbung zur Bürgermeisterin in Stockelsdorf.

Eine Dame nimmt mich in den Arm und sagt: „Sie werden die neue Bürgermeisterin. Das weiß ich. Das habe ich eben auch schon Frau Rahlf-Behrmann gesagt. ‚Die ist es!’ habe ich gesagt.“ Viele sagen mir, dass sie mich wählen werden, andere sind nur froh, dass sie jetzt überhaupt „eine Wahl“ haben, und darauf kommt es ja in der Demokratie auch an. Und solche positiven Gespräche spornen mich auf meinem Weg ins Rathaus an.