Kandidatenvorstellung in Eckhorst

Heute Abend hat mich der Dorfvorstand um Herrn Neu nach Eckhorst eingeladen. Als ich um kurz vor halb sieben ankommen, ist der schon der Dorfvorstand und der Gastgeber Dirk Ullrich, in dessen Scheune die Veranstaltung stattfindet, anwesend. Ich begrüße die eintreffenden Gäste, auch in Eckhorst ist das Interesse der Bürgerinnen und Bürger groß. Der Raum füllt sich schnell und um kurz vor sieben sind alle Bänke besetzt.

Die Reihenfolge der Kandidaten wird auch heute Abend gelost und ich ziehe wieder meine Glückszahl – die 2. Endlich bin ich an der Reihe. Ich stelle mich und meine Ziele für Stockelsdorf vor, um mich dann den Fragen der interessierten Gäste zu stellen.

Verkehrsberuhigung ist auch in Eckhorst ein großes Thema. Die anwesenden Bürger wünschen sich eine Tempo 30 Zone im Ortskern. Ich erläutere die Problematik, dass ich selbst zwar verkehrsberuhigende Maßnahmen durchaus befürworte, die Umsetzung aber von den Entscheidungen den übergeordneten Verkehrsbehörden abhängt. Das zeigt sich ja u.a. an den Gutachten zum Ausbau der Straße „Am Wassertum“ in Eckhorst.

Straßenausbaubeiträge sind ein weiteres Thema, das die Bürger auch in Eckhorst noch immer bewegt. Ich lege dar, dass ich natürlich nicht die gerade geänderte Straßenausbausatzung wieder zurückdrehen werde und ich auch nicht glaubte, dass nach dem Protesten in den Jahren 2016 und 2017 wohl auch sonst irgendjemand in nächster Zeit wieder auf die Idee kommen wird, diese wieder einzuführen. Die Abschaffung bzw. einstimmige Satzungsänderung in der Gemeindevertretung liegt ja gerade erst zwei Wochen zurück.

Was ich von einer pestizidfreien Gemeinde hielte und was ich für Bienen tun würde, war eine weitere Frage. Natürlich kann ich als beinahe GRÜNE alle Umweltschutzmaßnahmen nur befürworten. Wichtig ist aber vor allem, das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger zu schärfen und sie zu informieren. Auch schon in Schulen und Kindergärten kann man mit Projekttagen auf das Insektensterben und die Folgen für die Bevölkerung aufmerksam machen. In den letzten 30 Jahren sind die Insektenbestände in Europa um fast 70 Prozent geschrumpft. Zeit etwas dagegen zu tun.

Nachdem alle Fragen beantwortet sind, versammeln wir uns noch um die gemütliche Bar und es ergeben sich noch einige nette Gespräche mit den Gästen. Dabei entwickeln sich auch einige sehr persönliche Gespräche. Mit der netten Frau Tannhäuser spreche ich über tägliche Yogaübungen, aber auch über die schwere Entscheidung ihr Haus aufzugeben und in den Kernort zu ziehen. Nach einem gelungenen und angenehmen Abend verabschiede ich mich von Herrn Neu und den Ullrichs und mache mich auf den Weg nachhause.