Die Grünen

Heute hat mich Frau Gall-Gratze vom Stockelsdorfer Bündnis 90 / Die Grünen zur öffentlichen Fraktionssitzung ins Restaurant Sorrento eingeladen. Neben den Mitgliedern haben auch einige interessierte Bürgerinnen und Bürger den Weg ins Sorrento gefunden. Die Grünen  wollen mich heute auf Herz und Nieren prüfen und gegebenenfalls eine Wahlempfehlung abgeben.

So habe ich zunächst die Möglichkeit, mich vorzustellen. Ich gehe auf die Betreuungssituation für Krippen, Kindergarten und Grundschulkinder ein, die Ferienbetreuung und die Vergabe der Krippen und Kindergartenplätzen, die noch transparenter koordiniert werden könnte.

Weiter sprechen wir über einige zentrale „grüne“ Themen. Eine Baumschutzsatzung befürworte ich grundsätzlich, weil sie auch die Möglichkeit bietet, schützenswerte Bäume in ein Baumkataster aufzunehmen und auf diese Weise regelmäßig von Fachleuten begutachten zu lassen. Bäume sind wichtig für das Mikroklima in einer Gemeinde, und gerade alter Bestand ist besonders schützenswert.

Das Thema Gleichstellungsbeauftragte wird in Stockelsdorf kommunalpolitisch recht kontrovers diskutiert. Die Gemeindeordnung regelt, dass die Stelle einer Gleichstellungsbeauftragten grundsätzlich hauptamtlich zu besetzen ist. Die Aufgaben einer kommunalen Gleichstellungsbeauftragten sind wichtig, ganz vielseitig und eben nicht auf die reine Verwaltungsebene beschränkt.

Gerade die Zusammenarbeit der Gleichstellungsbeauftragten mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Vereinen und Gremien in der Gemeinde halte ich für sehr bedeutend, und auch die Schaffung von Frauennetzwerken sollte zentral organisiert werden.

Über sozialen Wohnungsbau und unsere Visionen für Stockelsdorf 2030 sprechen wir auch. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum halte ich gerade für Stockelsdorf für ein zentrales Thema. Das Problem besteht darin, Unternehmen zu finden, die in diesem Niedrigpreisbereich bauen.

Vielleicht kann die Gemeinde diesem Mangel mit der Gründung einer Genossenschaft entgegenwirken. Das ist jedoch ein Kraftakt, der einen langen Atem, beträchtliche Finanzmittel und somit entsprechende Beschlüsse der Gemeindevertretung voraussetzt.

Nach knapp zwei Stunden und vielen interessanten Fragen aus dem Publikum ist der öffentliche Teil der Sitzung beendet, und die Gäste und ich verabschieden uns von den engagierten grünen Kommunalpolitikern. Wie schon so oft in meiner Wahlkampagne empfinde ich den Gedankenaustausch mit Bürgern und Kommunalpolitikern als einen Gewinn für uns alle.