Besuch beim Dorfvorsteher von Krumbeck

Nach einer kleinen Stärkung beim Bäcker Jung in Ravensbusch mache ich mich auf den Weg zum Krumbecker Dorfvorsteher Andreas Haase. Herr Haase hat freundlicherweise trotz Renovierungsarbeiten Zeit für mich gefunden. Das freut mich. Er lädt mich in seine gemütliche Küche ein. Auch Frau Haase und Hund Rocky begrüßen mich freundlich.

Zunächst berichtet Herr Haase vom harmonischen Dorfleben, jedoch auch von den Nöten der kleinen Dorfschaften. So versucht er schon seit Jahren, die Erschließung eines kleinen Baugebietes zu erreichen.

Es gibt viele junge Leute – auch in wichtigen Positionen bei der Feuerwehr – die gerne in ihrem Dorf  bleiben würden, jedoch keine passende Wohnmöglichkeit finden. Herr Haase hat zwar grundsätzlich Verständnis dafür, dass andere Projekte Vorrang haben. Nur wird er mit seinen Wünschen schon so lange vertröstet, dass er sich nicht immer ernst genommen fühlt.

Das Thema Gasversorgung ist ein weiteres Sorgenkind. Eine Privatfirma hat ein Flüssiggasversorgungsnetz in der Gemeinde gebaut, das nach einer gewissen Laufzeit von den Gemeindewerken übernommen werden und an die zentrale Gasversorgung angeschlossen werden sollte. Bislang ist jedoch nichts  passiert und wohl an den entscheidenden Stellen in Vergessenheit geraten. Die Bürger müssen daher weiter das teure Flüssiggas abnehmen.

Es gibt auch positives zu berichten: Am Wochenende steht das Tannenbaumverbrennen an. Dieser jährlich wiederkehrende Brauch bringt bei Punsch die Nachbarn am Feuer  zusammen. Genauso beleben die von der Dorfgemeinschaft organisierten Sommerfeste und Laternenumzüge den dörflichen Zusammenhalt. Beim letzten Kinderfest wurde mit über 50 Kindern gefeiert.

Die Schulbussituation ist inzwischen recht gut und die Zeiten von überfüllten Bussen sind Gott sei Dank vorbei. Die unterschiedlich langen Betreuungszeiten in der Schule werden zurzeit häufig durch die Eltern aufgefangen.

Nach einer guten Stunde beenden wir unser interessantes und informatives Gespräch. Ich bin beeindruckt, mit wie viel „Power“ Dorfvorsteher Andreas Haase sich für die Interessen und Belange seiner Dorfschaft einsetzt und  ich sehe, dass mit viel Eigeninitiative das nachbarschaftliche Leben in der Dorfschaft blüht.