Besuch beim Dorfvorstand von Horsdorf

Nach meinem Besuch in Curau mache ich mich auf den Weg nach Horsdorf. Ich bin mit Robert Muus und seinem Stellvertreter Frank Johannsen verabredet. Familie Muus hat einen großen landwirtschaftlichen Betrieb in Horsdorf und ein sehr schönes Haus am Ortsrand. Auch hier werde ich mit duftendem Tee und leckeren Keksen bewirtet.

In unserem Gespräch merke ich, dass auch in Horsdorf der Dorfvorstand sehr aktiv ist. Von Herrn Muus und Herrn Johannsen ging die Initiative aus, das Breitbandinternet über die Stadtwerke Lübeck zu beziehen. In Eigenregie haben die beiden Herren eine Anfrage gestartet, die dazu führte, dass die Anbindung von 80 % der Horsdorfer Haushalte an das schnelle Breitbandinternet innerhalb von 12 Monaten erfolgte. Sechs weitere Dörfer profitierten von der schnellen Verbindung, die nun besser sei, als im Kernort Stockelsdorf.

Einmal mehr stelle ich fest, dass die Dorfschaften ganz unterschiedliche Herausforderungen zu bewältigen haben. Horsdorf hat zum Beispiel ein eigenes Blockheizkraftwerk, an dem viele Haushalte angeschlossen sind, sowie eine dezentrale Abwasserentsorgung.

Auch über Unterschiede bei den Straßenausbaubeiträgen berichten mir die beiden Herren. An der Schwartauer Landstraße als Landesstraße müsse niemand Straßenausbaubeiträge bezahlen. Für die Dorfstraße als Gemeindestraße wären durchaus Straßenausbaubeiträge angefallen.

Auch Horsdorf hat eine sehr aktive Feuerwehr mit 24 Kameradinnen und Kameraden. Herr Muus ist neben seiner Funktion als Dorfvorsteher auch stellvertretender Wehrführer. Zu einer Feuerwehrdienstversammlung bin ich am 6. Februar eingeladen und schon ganz gespannt darauf, mehr über die Arbeit der Horsdorfer Feuerwehr zu erfahren. Im Feuerwehrgeräte- und Dorfgemeinschaftshaus trifft sich nicht nur die Feuerwehr. Auch Gymnastik- und Tanzkurse werden hier veranstaltet.

Auch darüber, wie man die Zusammenarbeit zwischen Gemeindeverwaltung in Stockelsdorf optimieren kann, haben wir gesprochen. Der jährliche Rhythmus von Gesprächen wird sehr unterschiedlich betrachtet. Das liegt daran, dass die Anforderungen der einzelnen Dorfschaften an die Gemeindeverwaltung aufgrund der Eigenart in den Strukturen sehr unterschiedlich sind.

Nach einem sehr informativen und aufschlussreichen Gespräch in angenehmer Atmosphäre mache ich mich nach knapp eineinhalb Stunden wieder auf den Weg.