Dialog

380 KV Leitung und Windenergieanlagen

Kontaktformular vom 08. März 2018

Guten Tag frau Samtleben,

ich habe Ihre Reden nachgelesen und Ihre Vorstellungen zur Gestaltung Ihrer möglichen Amtszeit. Was ich vermisse sind Aussagen zu den geplanten 380 kV Leitungen und den Windenergieanlagen in unmittelbarer Nähe zu den Dörfern der Gemeinde. Es wäre für meine Wahlentscheidung hilfreich hier mehr von Ihnen zu erfahren. Ihr Gegenkanddat von der CDU hält sich bei dieser Thematik auch sehr zurück.

Mit freundlichen GHrüßen
T.G.

Meine Antwort

Lieber Herr G.,

vielen Dank für Ihre E-Mail, mit der sie ein für Stockelsdorf wichtiges Thema ansprechen.

Nach dem Ergebnis einer Prüfung der Bundesnetzagentur aus dem Jahr 2017 ist die von Tennet geplante 380 kv Stromtrasse von Pohnsdorf nach Siems nicht erforderlich. Die Bundesnetzagnetur prüft regelmäßig, ob der Bedarf für neue Hochspannungsleitungen vorhanden ist. Die maximale Auslastung der in Rede stehenden Trasse soll bei 13 % liegen und damit unter dem von der Netzagentur festgelegten Wert von 20 %.

Dass Tennet trotzdem den Bau der neuen Leitung einer Ertüchtigung der bestehenden Erdkabel vorzieht, halte ich in Anbetracht des massiven Eingriffs durch die Leitungsmasten der 380 kv Leitungen für unverhältnismäßig, und ich werde mich im Falle meiner Wahl dafür einsetzen, dass Stockelsdorf gemeinsam mit den umliegenden Gemeinden alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpft, um den Ausbau der Trasse zu verhindern.

Von der Landesregierung werden gerade neue Raumordnungspläne für die Windenergie aufgestellt. Ziel ist es die Windenergie-Flächenplanung im Land neu auszurichten. Die vier im vergangenen Jahr im Gespräch stehenden Vorranggebiete auf dem Gebiet der Gemeinde Stockelsdorf lehne ich ab, weil die Belastungen für die Schutzgüter Landwirtschaft und Mensch schon für den bestehenden Windpark bei Obernwohlde erheblich sind. Die Gemeinde hat jedoch für die Windvorrang- und Repoweringflächen keine Planungshoheit.

Nach ihren eigenen Angaben ist es gleichwohl das Ziel der Landesregierung, „… soweit als irgend möglich eine für die Wahrnehmung des Landes so maßgebliche Raumveränderung, wie sie die Bebauung mit Windkraftanlagen bedeutet, möglichst in Einklang mit dem mehrheitlich zum Ausdruck gebrachten örtlichen Bürgerwillen zu bringen. Deswegen wird die Landesregierung im Rahmen der derzeitigen Rechtslage auch dem durch Entscheidungen der Gemeindevertretungen oder Bürgerentscheiden gemäß § 16 g Gemeindeordnung demokratisch legitimierten Bürgerwillen bei der Teilaufstellung der Regionalpläne sowie bei der Zulassung von Ausnahmen für Windenergieanlagen durch eine gesonderte Überprüfung im Anhörungsverfahren besonderes Gehör verschaffen. Hierzu wird die Landesplanungsbehörde dort, wo Gemeinden sich mehrheitlich für oder gegen die Errichtung oder den Ausbau der Windenergie auf ihrem Gebiet ausgesprochen haben, dies als Indiz dafür betrachten, dass vor Ort Kriterien für bzw. gegen Flächenausweisungen vorhanden sein können….“(Entschuldigen Sie die gespreizten Amtssprache. Es handelt sich um ein Originalzitat der Landesregierung und stammt nicht aus meiner Feder)

Diesem Bekenntnis der Landesregierung zur Berücksichtigung kommunaler Entscheidungen und des Bürgerwillens vor Ort habe ich nichts hinzuzufügen und begrüße es ausdrücklich. Ich werde mich daher im Falle meiner Wahl dafür einsetzen, dass die Gemeinde Stockelsdorf weiter gegen neuen Flächen vorgeht, so wie es die Gemeindevertretung letztlich schon im vergangenen Jahr beschlossen hat.

Herzliche Grüße
Ihre Julia Samtleben

Winterdienst

Kontaktformular vom 06.03.2018

Sehr geehrte Frau Samtleben,

zunächst möchte ich mich bei Ihnen für die ungewohnt persönliche und offene Bewerbung für das Amt der Bürgermeisterin bedanken. Zu oft bleibt die Kandidatin/der Kandidat trotz Kandidatur doch zu anonym und damit als Person unzugänglich. Ihr Flyer, der uns heute erreicht hat, passt dagegen sehr gut zu Ihrem sehr offenen Auftreten in der Öffentlichkeit als auch in den Medien.

Darüber hinaus würde es uns freuen, wenn neben juristischer Kompetenz auch wieder eine sozialdemokratische Kandidatin in das Rathaus einzieht. Eine Kandidatin einer Partei, in der Meinungsvielfalt erlaubt und demokratisch ausgelebt wird. Selten genug in Zeiten einseitigem Diktats und Rollenverständnis. Wir nehmen Ihre offene Werbung zum Anlass, Sie auf eine  Thematik aufmerksam zu machen, die uns als Anlieger der Landwehr und damit Bürger der Gemeinde Stockelsdorf seit längerem beschäftigt hält und unzufrieden in unserem Verständnis von Gleichbehandlung, Gemeinwohl und Sicherheit im Verkehr hat werden lassen.

Der Sachverhalt ist einfach und knapp zu fassen: die Landwehr wird anders als andere benachbarte Nebenstraßen der Gemeinde Stockelsdorf stets vernachlässigt im Rahmen der Straßenreinigung und des Winterdienstes behandelt. Genauer gesagt: so gut wie gar nicht. Für die Gemeinschaft der Anlieger nicht nur ein einfaches Ärgernis, sondern auch ein Sicherheitsrisiko wegen der Enge der Straße und des vorhandenen Gefälles.

Es gab zu dieser Thematik bereits hinreichend Austausch mit der Gemeindeverwaltung; jüngst mit der Bauhofführung. Wir haben uns erlaubt, den jüngsten Mailverkehr einfach beizufügen.

Folgende Punkte sind der Einfachheit hervorzuheben: …

In der Hoffnung, dass diese Thematik Ihr Interesse findet und sich vielleicht für Sie und uns auch im noch anstehenden Wahlkampf positiv verwenden lässt, verbleiben wir

Mit freundlichen Grüßen,
Dr. M. und P. S.

Meine Antwort

Liebe Frau S.,
lieber Herr Dr. S.,

vielen Dank für Ihre freundlichen Zeilen vom 6. März, über die ich mich sehr gefreut habe.

Sie haben völlig recht, wenn Sie von der Art meiner Kampagnenführung auf meine Absicht schließen, wie ich das Amt der Bürgermeisterin führen möchte, nämlich offen für jedermann, interessiert an anderen und neuen Gedanken und im Respekt vor der Meinung anders Denkender. Diese Eigenschaften ergeben die von mir postulierte parteineutrale Amtsführung, die im kommunalen Handeln nicht in schwarze, rote, grüne, oder gelbe Initiativen und Ideen unterscheidet. Kommunalpolitik ist eben im wesentlichen frei von parteipolitischer Ideologie und hat sich allein an den Interessen der Bürgerinnen und Bürger auszurichten.

Und auch ihrem zweiten Gedanken stimme ich zu. Gerade in der heutigen Zeit bin ich froh und stolz darauf, der SPD anzugehören. Gerade die Diskussionen der letzten Wochen in meiner Partei, der in aller Regel behutsame Umgang mit dem anders Denkenden, das Zuhören können, das sorgfältige Abwägen der unterschiedlichen Positionen und schließlich die demokratische Entscheidung durch einen Mitgliederentscheid, dass alles sind Elemente eines Entscheidungsprozesses, die ich mir auch für kommunale Entscheidungen in Stockelsdorf wünsche. Und ohne wie ein Pharisäer zu wirken, möchte ich hinzufügen, dass diese Debattenkultur auch allen anderen Parteien gut zu Gesicht stünde.

Bei ihrem Anliegen bezüglich des Winterdienstes auf Stockelsdorfs Straßen muss ich zurzeit leider passen und bitte hierfür um Ihr Verständnis. Weder habe ich in diesen Tagen die Zeit, das von Ihnen mit übersandte umfangreiche Aktenkonvolut mit der gebotenen Sorgfalt zu prüfen, noch habe ich die notwendigen internen Kenntnisse sowie die Kompetenz, mich zu verwaltungsinternen Vorgängen zu äußern. Gerade in der Schlussphase meiner Wahlkampagne verwende ich alle Kraft darauf, am kommenden Sonntag als Siegerin durchs Ziel zu gehen, um dann Ihre neue Bürgermeisterin zu werden. Ich schlage Ihnen daher vor, die Klärung der von Ihnen angesprochenen Thematik auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Vielleicht sehen wir uns am Sonntag abend im Rathaus?

Seien Sie herzlich gegrüßt von
Ihrer Julia Samtleben

Gute Wünsche

Kontaktformular 2 vom 06.03.2018

Liebe Frau Samtleben,

herzlichen Dank, dass Sie sich als Kandidatin für die Bürgermeisterwahl zur Verfügung stellen. Meine Frau und ich freuen uns sehr, dass Sie mit so viel Elan an die Kandidatur herangehen. Ihre Aussage, dass die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde im Vordergrund stehen sollen und nicht eine Parteifarbe, hat uns sehr gefallen.

Mit großem Bedauern haben wir feststellen müssen, dass Sie uns gestern (05.03.) bei Ihrem Besuch im … nicht angetroffen haben. Wir hätten uns sehr gerne einmal persönlich mit Ihnen unterhalten. Sollte es Ihnen noch möglich sein, vor der Wahl einen freien Termin für einen Besuch einrichten zu können, so würden wir das sehr begrüßen.  Für diesen Fall wäre es gut, wenn Sie uns einen möglichen Termin vorschlagen würden. Es wäre zu schade, Sie wieder zu verpassen.

Vielen Dank und herzliche Grüße aus Stockeldorf

Ihr
M. R.

Meine Antwort

Lieber Herr R.,

vielen Dank für Ihre freundliche Mail vom 6. März, über die ich mich sehr gefreut habe.

Leider passiert es mir häufiger, dass ich bei meinen Hausbesuchen die Bürgerinnen und Bürger nicht antreffe. Da ist es gut, wenn ich wenigstens eine kleine Nachricht hinterlassen kann. Wenn ich bedenke, dass ich erst seit Anfang des Jahres in Stockelsdorf unterwegs bin, so habe ich in dieser kurzen Zeit schon unglaublich viele Bürgerinnen und Bürger in den Vorstellungsrunden, bei Besuchen in Vereinen oder Verbänden, an meinen Informationsständen oder eben auch bei den Hausbesuchen getroffen und dabei sehr viele interessante Informationen über Stockelsdorf erhalten. Überall bin ich freundlich und offen aufgenommen worden und dafür bin ich meinen Gesprächspartnern dankbar.

Sollte ich am kommenden Sonntag zu Ihrer neuen Bürgermeisterin gewählt werden, so geht das Kennenlernen nach dem Amtsantritt natürlich weiter, nicht nur bei den Bürgerinnen und Bürgern sowie bei Ihnen, sondern auch bei allen gemeindlichen Einrichtungen, den sozialen Institutionen, bei Wirtschaft und Gewerbe und den bis heute noch nicht besuchten Vereinen. Darauf freue ich mich schon heute.

Doch vor dem Amtsantritt ist die Wahl am kommenden Sonntag, und zu meinem Wahlerfolg können Sie ganz persönlich, ihre Nachbarn, Freunde Anverwandten und Arbeitskollegen beitragen. Darum habe ich noch eine herzliche Bitte: Kommen Sie bitte zur Wahl und bringen Sie Ihre Nachbarn, Freunde und Anverwandten mit. Vielleicht sehen wir uns am Sonntag im Rathaus bei der Bekanntgabe des Wahlergebnisses?

Seien Sie herzlich gegrüßt
von ihrer Julia Samtleben

Kontaktformular 1 vom 06.03.2018

Hallo Frau Samtleben.
Ich möchte mich für Ihren persönlichen Besuch bei uns danken . Hätte sie auch gern auf ein kleines Gespräch herein gelassen aber war leider in diesem Moment etwas ungünstig. Wir finden ihren Einsatz Bürgermeisterin zu werden sehr positiv und werden das bei der Wahl sicherlich berücksichtigen.

Gerne möchte ich sie hiermit auch schon einmal am 24.3. zu unserem 10 jährigen Firmenjubiläum einladen. Ich drücke ihnen die Daumen für die Wahl.

Mit freundlichen Grüßen
M. S.

Meine Antwort

Lieber Herr S.,

vielen Dank für Ihre freundliche E-Mail und vielen Dank für die Einladung zu ihrem zehnjährigen Firmenjubiläum. Wenn es sich einrichten lässt, komme ich gerne.

Natürlich habe auch ich nicht erwartet, dass wir uns bei meinem Besuch an Ihrer Haustür länger unterhalten. Schließlich stand ich unangemeldet vor ihrer Tür. Und meine Hausbesuche dienen ja auch dem Zweck, mich möglichst vielen Stockelsdorfern bekanntzumachen. Da ist ein kurzes „Hallo“ mit dem Überreichen meiner kleinen Visitenkarte völlig ausreichend. Dennoch freut es mich, dass ich offensichtlich bei Ihnen einen guten Eindruck hinterlassen habe. Und wenn ich erst Bürgermeisterin bin, haben wir sicherlich beizeiten Gelegenheit , uns näher kennen zu lernen, möglicherweise bei ihrem Firmenjubiläum. Vielleicht sehen wir uns ja bereits am kommenden Sonntag bei der Bekanntgabe des Wahlergebnisses im Rathaus?

Für heute seien Sie herzlich gegrüßt
Ihre Julia Samtleben

Demokratie, die Unvollendete

Kontaktformular vom 26.02.2018

Frau Julia Samtleben
Stockelsdorf , den 26.02.2018

Betreff: Demokratie, die Unvollendete

Hallo Frau Bürgermeisterin,

nun ja, ich weiß, es fehlt noch eine kleine Formalie – aber bald könnte es so sein.

Ich hätte nichts dagegen, bietet sich doch die Chance auf neue Wege um verkrustete Strukturen aufzubrechen. Oder das sind alles Floskeln, und Sie gefangen im engen Verwaltungsskelet – das wollen wir nicht hoffen. Also, schon mal herzlich willkommen – zumindest als Kandidatin.

Ein ganz schönes Pensum haben Sie da ja, zumindest laut Ihrem Tagebuch auf Ihrer Seite. Und das wird vielleicht auch nur die Spitze des Eisberges sein.

Trotzdem wollte ich es nicht versäumen Sie zu fragen, ob Sie vielleicht schon mal was von dem Buch „Demokratie, die Unvollendete“ gehört haben? Haben Sie es gelesen? Wie fanden Sie es?
Wenn Sie noch nichts davon hörten, würde es mich freuen, Ihre Neugier wecken zu können. Es ist ein kurzes Buch, kaum 100 Seiten, nichts was Sie lange aufhält – nun ja, vielleicht doch, wenn Sie die Ideen darin gut finden. Aber es ist keine Doktrin, mehr eine Anregung – zum Mitdenken. Und nicht schwer zu lesen.

Außerdem ist es kostenlos (ich hoffe, nicht umsonst J).

Wo es das Buch gibt? Man kann es herunterladen, als PDF, auf der Seite von Mehr Demokratie e.V. unter „Service“, „MD Online-shop“, “Publikationen”.

Ich habe mal bewusst auf einen Link oder einen Anhang verzichtet, meist macht sowas Unwohlsein.

Aber wenn Sie Interesse haben, werden Sie das Buch schon finden.

Nicht, das ich der Meinung wäre, Sie hätten es nötig – sicherlich nicht. Ihre Qualifikation steht außer Frage, auch die demokratische. Aber es ist vielleicht die eine oder andere Anregung dabei. Wie man Demokratie entwickeln kann. Und das ist doch ein spannendes Thema, oder?

Nun gut, wenn es zeitlich passt und Sie neugierig geworden sind: viel Spaß beim Lesen! Sie kennen es schon? Wow, dann nichts für Ungut … Keine Lust auf sowas, keine Zeit dafür? Dann bitte ich um Entschuldigung für die Störung.

Mit ganz herzlichen Grüßen aus dem verschneiten Stockelsdorf

L.G.S

Meine Antwort

Lieber Herr S.,

vielen Dank für Ihre freundliche E-Mail vom 26. Februar und die guten Wünsche für meine Wahl.

Sie haben völlig recht. Die „kleine Formalie“, von der sie schreiben, ist die Wahl am 11. März. Man sagt: “Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt.“ In meiner Situation bedeutet das eine anstrengende aber auch erfüllende und befriedigende Wahlkampagne. In den letzten Wochen habe ich unglaublich viele nette und freundliche Menschen getroffen, die mir viele interessante Fakten über Stockelsdorf erzählt haben und die offen für meine Absicht waren, Bürgermeisterin von Stockelsdorf zu werden. Und ins Schwitzen – wie von den Göttern erwartet – bin ich bei den Temperaturen nicht gerade gekommen. Nehmen wir also den von Ihnen vorweggenommenen Titel der Bürgermeisterin als prophetischen Wunsch, ich hätte nichts dagegen einzuwenden.

Soweit Sie die Erwartung hegen, dass in meiner erfolgreichen Kandidatur die Chance liegt, im Rathaus “verkrustete Strukturen aufzubrechen“, sehe ich hierin als Quereinsteigerin tatsächlich eine Möglichkeit. Jedoch setzt dies den  Wahlsieg voraus, um dann als Bürgermeisterin mit dem frischen Blick von außen überprüfen zu können, ob es überhaupt solche verkrusteten Strukturen gibt und welcher Verbesserungsbedarf gegebenenfalls besteht. Das wiederum setzt voraus, dass ich bei der Wahl möglichst viele Stimmen erhalten, und dazu können Sie natürlich beitragen.

Das von Ihnen angepriesene Buch kenne ich bisher noch nicht. Sie haben mich jedoch so neugierig gemacht, dass ich die Lektüre baldmöglichst nach meiner Wahl nachholen werde. Der Titel klingt auf jeden Fall spannend…

Nochmals vielen Dank für Ihre guten Wünsche und – so lautet der Schlusssatz meiner kleinen Vorstellungsrede – kommen Sie bitte zur Wahl und bringen Sie Ihre Verwandten, Nachbarn und Freunde mit. Vielleicht sehen wir uns am 11. März im Rathaus?

Herzliche Grüße

Ihre Julia Samtleben

Postfilialie

Kontaktformular vom 05.02.

Hallo Frau Samtleben,

für Ihre Kandidatur wünsche ich Ihnen viel Erfolg. Ich hoffe sehr, dass Sie sich dafür einsetzen werden, dass Stockelsdorf eine Postfiliale erhält, wenn diese wirklich Ende März 2018 schließen sollte.  Manchmal sind es nur die kleinen bequemen Dinge im Leben, die einem wichtig sein können aber nicht müssen. Beste Grüße an Sie von einem großen Fan 🙂

Meine Antwort

Lieber Herr D.,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 16. Februar und die guten Wünsche für meine Kandidatur.

Mit Ihrem Hinweis, dass Stockelsdorf auch zukünftig einen festen Anlaufpunkt für die Erledigung von Postgeschäften benötigt, sprechen Sie ein wichtiges Problem an. Ich kann gut verstehen, dass Sie gerade an so vertrauten und traditionellen Einrichtungen wie dem Postamt mit seinen umfangreichen Serviceleistungen hängen. Mir geht es genauso.

Wie ja allgemein bekannt ist, zieht sich die Post jedoch fast überall aus der Fläche zurück und überlässt es den Handels- und Dienstleistungsbetrieben in einer Kommune, diese Serviceleistungen anzubieten. Aus dem Rathaus habe ich gehört, dass alles unternommen wird, um die Postfiliale in Stockelsdorf zu erhalten. Leider sind die Einflussmöglichkeiten begrenzt, weil die Post als nunmehr privatwirtschaftlich geführtes Unternehmen sich weniger Gedanken um eine gute Versorgung ihrer Kunden macht. Die Versorgung mit Postdienstleistungen soll in der Ladenzeile bei Famila sichergestellt werden, allerdings ohne die in Postfilialen sonst üblichen Postbank-Dienstleistungen. Hierin sehe ich eine erhebliche Einschränkung des Angebots.

Sollten nach meiner Wahl zur Bürgermeisterin Chancen bestehen, das Postamt in Stockelsdorf zu erhalten, so werde ich hierfür alle Möglichkeiten ausschöpfen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Julia Samtleben

Tempo 30 im Bereich der Gemeinschaftsschule

Kontaktformular vom 05.02.


Sehr geehrte Frau Samtleben,

Mit Entsetzen haben Eltern, Geschwister, Lehrer und natürlich die zahlreichen Mitschüler vom Unfalltod der 16 jährigen Schülerin am Donnerstag letzter Woche in Stockelsdorf erfahren.

Das Mädchen war gerade auf dem Nachhauseweg von der Gemeinschaftsschule Stockelsdorf.

Ich möchte gern eine Eltern-Initiative gründen, deren Ziel eine Ausweitung des Tempo 30 Gebietes rund um die Gemeinschaftsschule somit auch der Kreuzungsbereich „Liane“ (Ahrensböker Str./ Dorfstrasse ) haben soll.

Es kann nicht angehen, dass vor dem Friedhof in der Dorfstrasse Tempo 30 gilt -vor der Schule (Liane-Kreuzung) aber Tempo 50.

Auch eine Versetzung der, im Kurvenbereich liegenden und oft zugewachsenen Ampelanlage (dies melde ich regelmäßig Herrn Henk vom Ordnungsamt) sollte das langfristige Ziel sein.

Nun meine Frage:
Könnte eine Eltern-Initiative auf die Unterstützung von Ihnen Frau Samtleben bauen ?

Mit freundlichen Grüßen
T. K.

Antwort 1


Lieber Herr K.,

vielen Dank für Ihre E-Mail. Der Tod des jungen Mädchens hat mich sehr berührt und mein ganzes Mitgefühl gilt den Angehörigen, Freunden und Bekannten.

Ihr Engagement begrüße ich sehr und ich werde mir die Lage in den nächsten Tagen vor Ort ansehen und mich dann bei Ihnen melden.

Mit herzlichen Grüßen

Julia Samtleben

Herr K.

Sehr geehrter Frau Samtleben,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung und Interesse an der Thematik.

Stockelsdorf ist ein Ort mit vielen jungen Familien und vielen Kindern, so viele, dass es oft schon zu wenig Plätze in Krabbelgruppe/ Kindergarten/Kita/Schulklassen gibt.

Welches Thema interessiert somit die Eltern mit am meisten:

Die Sicherheit der Kinder

Zunächst leider eine negative, weil für mich unverständliche Info:

Meine Eltern-Initiative für einen Gesamtbereich „30 km/h“ rund um die Gemeinschaftsschule,  sowie der Versetzung der (für Radfahrer nicht erreichbaren – weil ausschließlich  Gehwege dort hinführend)  und zugewachsenen (!!)  Ampelanlage wurde von der Schulleitung leider im Keim erstickt.

Eine Elterninitiative sei von der  Schulleitung „nicht erwünscht“.

Auf meinen Hinweis:
„Wenn in 1 Jahr ein Schüler seine Mutter fragt:  Warum denn an besagter Kreuzung die Autos so langsam fahren müssen ?

…. dann diese Mutter sagen könnte:

Weil viele Eltern nach einem tragischen Unfall an dieser Stelle NICHT zur Tagesordnung übergegangen sind;

Sondern die Öffentlichkeit/Politik /Rathaus auf den Missstand hingewiesen und auf Veränderung gepocht haben.“

Wäre allein diese Tatsache nicht jeden Einsatz wert ?

… hierauf bekam ich leider von der Schulleitung keine Antwort mehr.

Außerhalb des Schulbereichs ist es allerdings für mich/uns so gut wie unmöglich genügend Eltern zu erreichen,  um somit eine große Solidargemeinschaft zu bilden.

Ich treffe täglich vor der Schule, auf Ihre Kinder wartende Eltern. Der tragische Unfall -auch wenn der Autofahrer in diesem Falle unschuldig ist ( !!!) – so bleibt dieses Geschehen ein dauerndes Gesprächsthema.

Es hätte jedes Kind treffen können. Nach dem Unglück – darf nicht vor dem nächsten Unglück sein.Die Eltern, die ich treffe,  sind komplett überzeugt, dass es eine sehr gute Sache wäre, die  Kreuzung Dorfstrasse/Ahrensböker Strasse/Rensefelder Weg – insbesondere den Schleichweg hinter „Liane“ –  zu entfährden und so den Schulweg zu sichern.

Viele berichteten mir von haarstreubenden Szenen von schnell dorfeinwärts fahrenden Fahrzeugen die mit den Schülern/Eltern, die „hinter Liane“ die Strasse überqueren müssen fast kollidiert wären. An dieser Stelle ist kein Zebrastreifen, keine 30 Zone und keine Verkehrsentschleunigung existent.

Für Unterschriftensammlungen erreiche ich zu wenige Eltern, die mit 99% Sicherheit aber  komplett meiner Meinung sind.

Eine Eltern-Initiative ist somit unrealisierbar.

Ich bedaure dies sehr.

Ich/wir können aber auf Sie bauen, dieses Thema auf die Tagesordung zu setzen und sich dem Thema anzunehmen.

Eine positive Veränderung der aktuellen Situation mit folgenden Lösungsvorschlägen:

  1. Kreisverkehr statt Kreuzung
  2. Tempo 30 kompletter Schulbereich
  3.  Mehrere Zebrastreifen -> dann überflüssige (für Radfahrer nicht erreichbare Ampelanlage abbauen)…. weil Verkehr entschleunigt wurde = der Schulweg für hunderte Schüler sicher ist.

Dies sind doch vernünftige Ansätze, die der Sicherheit unserer Kinder dienen.

Ich bedanke mich, auch im Namen der zahlreichen Eltern, die ich inzwischen kennenlernen durfte, für jegliches Engangement
Ihrerseits.

Mit freundlichen Grüßen
T. J. K.

Antwort 2

Lieber Herr K.,

vielen Dank für Ihre E-Mails vom 1. und vom 8. Februar, wobei ich Ihnen ja bereits auf die erste E-Mail in Kurzform geantwortet hatte. Heute möchte ich etwas ausführlicher und grundsätzlicher zu Ihrem Anliegen Stellung nehmen. …

Auch ich bin zutiefst betroffen und sehr traurig über den Tod des jungen Mädchens. Sie hatte ihr ganzes Leben mit so vielen Träumen, Hoffnungen und Erwartungen noch vor sich. Immer wenn ein junger Mensch so plötzlich aus dem Leben gerissen wird, ist das nur schwer von uns allen und insbesondere den Mitschülern und Freunden zu ertragen und ein Schicksalsschlag für die Angehörigen. Meine Gedanken und mein Mitgefühl sind daher auch bei der Familie des Mädchens.

In der Sache gebe ich Ihnen natürlich völlig recht. Die von Ihnen aufgezählten Ungereimtheiten und Unzulänglichkeiten gehören allesamt auf dem Prüfstand und gegebenenfalls abgestellt. Außerdem bin ich der Auffassung, dass grundsätzlich rund um die Schulen und in den Wohngebieten mehr für die Verkehrssicherheit auf Stockelsdorfs Straßen getan werden muss.

Dabei werden die Einrichtung von Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie reine Tempo-30-Zonen wie auch einzelne Veränderungen wie die von Ihnen vorgeschlagenen Maßnahmen wahrscheinlich nicht ausreichen, um langfristig für Abhilfe zu sorgen. Solche Maßnahmen alleine werden die autofahrenden Verkehrsteilnehmer nicht zwingend dazu bringen, Geschwindigkeitsgebote einzuhalten oder ihre Fahrweise grundsätzlich zu verändern.

Nachhaltiger erscheint es mir, im Zuge von Straßenumbaumaßnahmen zum Beispiel durch veränderte Straßenprofile, Einengungen, Aufpflasterungen, Verschwenkungen sowie Straßenmöblierung die Fahrbahnen so zu verändern, dass ein Befahren mit überhöhter Geschwindigkeit unattraktiv oder zumindest erheblich erschwert wird. Zudem kann hierdurch auch eine Verbesserung des Wohnumfeldes erreicht werden.

Doch machen wir uns nichts vor: Eine solche nachhaltige Veränderung von Straßen und Wegen ist kein Sprint sondern ein Marathonlauf. Sie wird Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern, wird erhebliche Haushaltsmittel in Anspruch nehmen und setzt daher einen langen Atem und langfristigen Konsens in der Kommunalpolitik, der Bevölkerung und bei den Anliegern voraus. Zudem bedarf ein solches Projekt eines Grundsatzbeschlusses durch die Gemeindevertretung im Sinne von § 27 GO, einer wohl durchdachten und professionellen Planung durch Verkehrsexperten und die Beteiligung aller betroffenen Bürgerinnen und Bürger.

In meinen zahlreichen Gesprächen in den letzten Tagen ist das Thema des zunehmenden Autoverkehrs und der Verkehrssicherheit immer wieder in Ihrem Sinne angesprochen worden. Gerade nach dem tragischen Unfalltod waren meine Gesprächspartner besonders betroffen und berührt. Als Bürgermeisterin werde ich mich daher diesem Problem besonders widmen. Ihr ursprünglicher Vorschlag zur Gründung einer Elterninitiative ist daher ein Schritt in die richtige Richtung. Die von Ihnen geschilderte ablehnende Haltung der Schulleitung kann ich nicht nachvollziehen.

Eltern sind jedoch auch Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde, die sich in einer Bürgerinitiative zur allgemeinen Stärkung der Verkehrssicherheit in Stockelsdorf zusammenschließen könnten. Solche Initiativen gibt es in vielen Städten und Gemeinden zu den unterschiedlichsten Themen. Sie dienen in aller Regel dem Ziel, von Bürgern erkannte Probleme oder Missstände im Sinne des Gemeinwohls zu verändern. Daher möchte ich Ihnen zur Gründung einer entsprechenden Bürgerinitiative Mut machen und werde ihre Arbeit im Falle meiner Wahl mit den einer Bürgermeisterin zur Verfügung stehenden Möglichkeiten unterstützen.

Herzliche Grüße

Ihre Julia Samtleben

 

Wohnprojekt für Menschen mit Behinderung in Stockelsdorf

Kontaktformular vom 30.01.


Hallo Frau Julia Samtleben,

Machen sie auch was für Menschen mit  Behinderung ? z.b. Eine Wohngruppe.

Sie können ja auch ein Wohnprojekte  für Menschen mit Behinderung die 24 Stunden Pflege und Betreuung brauchen machen. Das wäre ganz schön. Denn könnte ich in Stockelsdorf bleiben und brauche nicht nach Lübeck hin ziehen wo ich gar nicht hin will. Stockelsdorf ist meine Heimat schon über 30 Jahre und ich bin auch 30 Jahre alt.

Gruß
J. J.

Meine Antwort

Liebe Frau J.,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 30. Januar. …

An dem Leben von Menschen mit Behinderung in unserer kommunalen Gemeinschaft und ihrer Wohn-und Arbeitssituation habe ich großes Interesse. Ich muss Ihnen jedoch gestehen, dass ich bis jetzt nur wenig Berührungspunkte mit dem Leben von Menschen mit Behinderung gehabt habe. Das wird sich bestimmt im Falle meiner Wahl ändern. Als Bürgermeisterin ist es meine Aufgabe, mich um die Angelegenheiten aller Bürgerinnen und Bürger von Stockelsdorf zu kümmern, so auch um die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung. Umso mehr ist daher Ihre E-Mail für mich ein guter Anlass, mich stärker damit zu beschäftigen.

Ihre Idee, Wohnprojekte für Menschen mit Behinderung mit einem Bedarf an umfassender Pflege und Betreuung zu schaffen, will ich daher gerne aufgreifen und der Gemeindevertretung entsprechende Projekte vorschlagen. Dazu müssen wir zunächst für baulich geeigneten Wohnraum sorgen. Sodann wird es notwendig sein, einen geeigneten Träger zu finden, der das Leben in solchen Wohnprojekten organisiert und die Finanzierung sichert.

Leider werden sich diese Pläne nicht von heute auf morgen realisieren lassen, und sicherlich müssen auf dem Weg zu betreuten Wohngruppen auch einige Steine aus dem Weg geräumt werden. Aber jeder Weg beginnt mit einem ersten Schritt. Dieser erste Schritt beginnt mit der Suche nach geeigneten Partnern. Dazu bin ich im Falle meiner Wahl gerne bereit.

Ich wünsche Ihnen, dass ihre augenblickliche Wohnsituation es zulässt, in Ihrer Heimat Stockelsdorf zu bleiben. Ich kann gut nachvollziehen, dass Sie nach über 30 Jahren aus Stockelsdorf nicht wegziehen möchten. Keiner verlässt gerne seine lieb gewonnene Umgebung, in der alles so vertraut ist und in der man sich wohl fühlt.

Herzliche Grüße

Ihre Julia Samtleben

Ihre Kandidatur in Stockelsdorf

Anmerkung per Kontaktformular am 29.01.

Sehr geehrte Frau Samtleben,

sie schreiben auf Ihrer Internetseite dass Sie Stockelsdorf für Familien attraktiver machen möchten.

Wir als angehende Familie möchten unseren Nachwuchs gerne in Stockelsdorf groß ziehen, doch leider können wir uns das momentan nicht weiter vorstellen.

Denn wir wohnen jetzt mittlerweile seid fast zwei Jahren im Rensefelder Weg, dieser ist wie alle anderen Strassen welche zur Lohstrasse führen eine Tempo 30 Zone !!!!
Doch leider wird diese Strecke vor allem in den Abend- Nachtstunden zur Rennstrecke. Gefühlte Tempo 80 werden sicherlich schon mal erreicht.

Wenn man mit diesem Anliegen das Ordnungsamt kontaktiert, dann bekommt man meistens nur Antworten wie: es gibt Geschwindigkeitskontrollen / Überwachungen durch Radarkontrollen oder einem Schild welches einen guten oder traurigen Smiley anzeigt. Zur Reduzierung des Lärmes wäre ein erster Schritt der Ausbau der gepflasterten Flächen oder eine bauliche veränderung der Strasse, sowie das anbringen weiterer Tempo 30 Schilder an jeder Kreuzung und weiterer Makierungen auf der Strasse.

Sollten Sie Bürgermeister werden bitten wir Sie als Anwohner sehr darum auch unserer Strasse mehr Lebensqualität zu geben.

Viel Erfolg bei der Bürgermeisterwahl.

Mit freundlichen Grüßen

S.H.

Meine Antwort

Lieber Herr H.,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 29. Januar, in der Sie die Verkehrsbelastung insbesondere durch hohe Geschwindigkeiten in Ihrer Straße ansprechen. …

Die von Ihnen geschilderten Zustände kann ich gut nachvollziehen. In vielen Straßen unserer Gemeinde – insbesondere auch im Umfeld von Schulen und Kindergärten – ist die Verkehrsbelastung in den letzten Jahren enorm angestiegen. Auch das Fehlverhalten einiger Autofahrer durch überhöhte Geschwindigkeiten ist für die Anwohner ein ständiges Ärgernis, zumal in so manchem Fall diese „Raser“ auch noch die eigenen Nachbarn sind.

Soweit Sie auf Ihre Erfahrungen mit dem Ordnungsamt in Stockelsdorf hinweisen, so sind die dort vorgeschlagenen Maßnahmen gegenüber dem gesetzestreuen Verkehrsteilnehmer durchaus hilfreich. Dabei gilt es zu bedenken, dass bei allen verkehrslenkenden Maßnahmen auch die Verkehrsaufsicht des Kreises ein gewichtiges Wörtchen mitzureden hat.

Bleibt die von Ihnen vorgeschlagene bauliche Veränderung von Wohnstraßen, durch die dann eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung gegeben ist (Aufpflasterungen, Straßenprofileinengungen, Straßenverschwenkungen, Straßenmöblierung, Pflanzbeete und -Kübel, Bäume, Straßenschwellen etc.). Solche Maßnahmen bedürfen einer langfristigen und wohl durchdachten Planung, solider Finanzierung und entsprechender Beschlüsse durch die Gemeindevertretung.

Gerne möchte ich als Bürgermeisterin eine solche Weiterentwicklung des Wohnumfeldes unserer Bürgerinnen und Bürger zusammen mit Ihnen und anderen interessierten Bürgern, mit den Kommunalpolitikern und entsprechend ausgebildeten Verkehrsfachleuten zur Diskussion stellen. Denn gerade bei massiven Eingriffen in den öffentlichen Verkehrsraum gilt es, die Interessen aller Betroffenen abzuwägen und zu berücksichtigen. Ich freue mich, wenn ich Sie bei diesen Diskussionen an meiner Seite weiß.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Julia Samtleben

Frage zur besseren Anbindung der Dorfschaften

Frage per Kontaktformular am 28.01.

Sehr geehrte Frau Samtleben,

Mein Name ist M. S.. Meine Frau und ich wohnen in Malkendorf. Ein persönliches Anliegen für uns die hier auf dem Dorf wohnen ist eine bessere Anbindung an den Nahverkehr. Außer das hier Schulbusse fahren gibt es keinerlei Anbindung. Nicht nur für uns sondern auch unseren Kindern wäre sowas eine sehr praktische Sache.

Desweiteren ist Malkendorf sehr klein. Wenn man spazieren gehen möchte sei es ins Malkendorfer Moor, Curauer Moor oder nach Rohlsdorf muss man immer direkt auf der Straße gehen. Es sind überhaupt keine sicheren Umstände. Gerade wenn noch Bewohner mit Kinderwagen da lang schieben müssen! Dieses Thema gab es in der Vergangenheit schon einmal ist aber wieder im Sande verlaufen.

Fußwege/Radwege zu den Dörfern wäre ein weiterer Schritt die Dörfer zusätzlich mit einem Nahverkehr zu verbinden! Bitte nehmen Sie diese Sachen mit auf.

Mit freundlichen Grüßen

M. S.

Meine Antwort

Lieber Herr S.,

vielen Dank für Ihre Mail, in der Sie eine bessere Anbindung der Dörfer an den Personennahverkehr ansprechen. Soweit Sie sich dabei auf die Anbindung durch Busse beziehen, ist dies ein Thema, das den gesamten ländlichen Raum prägt. Aufgrund der geringen Fahrgastzahlen  ist in aller Regel ein kostendeckender Betrieb von Bussen zurzeit nicht möglich und daher die Subventionierung durch die öffentliche Hand erforderlich. Inwieweit hierfür auch Haushaltsmittel der Gemeinde Stockelsdorf eingesetzt werden können und sollen, liegt in der Hand der Gemeindevertretung. Vielleicht ergeben sich jedoch in gar nicht so ferner Zeit durch die zukünftige technische Entwicklung im Bereich der Mobilität ganz neue Perspektiven, die auch die ÖPNV-Situation im ländlichen Raum nachhaltig verändert.

Ihre Gedanken zu einer Verbesserung der Geh- und Radwege kann ich gut nachvollziehen, da ich selber leidenschaftliche Radfahrerin bin. Hierfür gibt es eine breite Palette an Gestaltungsmöglichkeiten, um kombinierte Geh- und Radwege zwischen den einzelnen Dorfschaften und Stockelsdorf nachhaltig zu verbessern. Denkbar wäre eine Trassenführung von Fuß- und Radwegen unabhängig von dem bestehenden Straßensystem oder zumindest eine Trennung von Straßen und Radwegen durch die Trassenführung hinter vorhandenen Knicks. Ebenso denkbar wäre die kurzfristige Ertüchtigung von vorhandenen Wirtschaftswegen und anderen Wegeverbindungen.

Doch schauen wir der Realität ins Auge: Die Entwicklung und Umsetzung eines solchen Geh- und Radwegekonzepts wird eine ganze Reihe von Jahren beanspruchen. Für eine mittel- und langfristige Planung werde ich daher als Bürgermeisterin einen Dialog zwischen den Bürgern, den Kommunalpolitikern der Verwaltung mit dem Zel anstoßen, einen Generalplan zur Verbesserung der Geh- und Radwegsituation für das gesamte Gemeindegebiet aufzustellen. ich freue mich, wenn Sie mich auch zukünftig bei meinen Plänen begleiten.

Mit freundlichen Grüßen

ihre Julia Samtleben

Eine Reaktion per Kontaktformular

Auftritt in Stockelsdorf am 25.01.

Liebe Frau Samtleben,

Ihr gestriger Auftritt in Stockelsdorf hat mir außerordentlich gut gefallen. Ihre aussagekräftige Vorstellung mit klar formulierten Zielen wurde – im Gegensatz zur Vorstellung Ihres Mitbewerbers – häufig von zustimmendem Beifall unterbrochen.

Besonders gut hat mir Ihre Aussage gefallen, dass Komunalpolitik nicht gelb, grün, rot oder schwarz ist sondern eine Politik für die Bürger sein muss. Mit dieser Aussage und mit Ihrem Blick „von außen“, der Stockelsdorf bestimmt gut tun würde, sind Sie für mich die richtige Kandidatin.

Machen Sie bitte weiter so, damit auch in den kommenden Jahren eine starke Bürgermeisterin mit Augenmaß und Kompetenz die Geschicke unseres Ortes lenkt.

Mit den besten Wünschen
C. A.

Meine Antwort

Liebe Frau A.,

vielen Dank für Ihre Glückwünsche und die positive Rückmeldung zu meiner Vorstellung vor den Bürgerinnen und Bürgern im Stockelsdorfer Rathaus.

Ich freue mich, dass ich offensichtlich den Gedanken der allparteilichen Amtsführung durch die Bürgermeisterin gut deutlich machen konnte. Nach meiner Überzeugung ist das der wichtigste Grundsatz, den ich als zukünftige Bürgermeisterin immer beherzigen werde: Wertschätzung gegenüber allen Bürgerinnen und Bürgern, zuhören können, die Herausforderungen der Gemeinde so anzunehmen, dass sie den Interessen der Bürgerinnen und Bürger gerecht werden und die Gemeinde im Dialog mit allen Bürgerinnen und Bürgern durch zukunftsweisende Projekte gestalten. Dabei ist auch meine Außensicht auf die Dinge, der „etwas andere Blick“ auf Stockelsdorf, neue Perspektiven und die unbefangene Herangehensweise an das, was uns alle bewegt, von Vorteil.

Ich freue mich, wenn Sie mich weiter positiv durch meine Kampagne begleiten.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Julia Samtleben